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Energie-Werk-Prad Genossenschaft
Willkommen im "Mühlbachkraftwerk 2"

Das Wasserkraftwerk "Mühlbachkraftwerk 2" bildet die Unterstufe des Mühlbachkraftwerkes 1. Die Anlage wird im Jahr 1990 gebaut, wobei am 28. März mit den Arbeiten begonnen und am 14. November nach gut siebenmonatiger Bauzeit bereits der Betrieb des Kraftwerkes aufgenommen wird. Die relativ kurze Zeit der Realisierung ist nur möglich , weil fast alle am Bau beteiligten Firmen die Liefertermine strikt einhalten. Die horizontale Kaplan- Rohrturbine (1.000 U/min) wird von der Fa. VOEST ALPINE MCE aus Linz, Österreich, geliefert. Sie erreicht einen garantierten Wirkungsgrad von 92%. Von der Fa. Hitzinger, ebenfalls in Linz angesiedelt, stammt der 750 kVA Drehstrom Synchrongenerator, der direkt mit der Turbine gekuppelt ist. Den Transformator kauft das Energie-Werk-Prad Genossenschaft bei der Fa. SBG (Sächsisch Bayrischer Gerätebau) in Zwickau. Die Anlage kann eine Leistung von rund 550 kW erreichen. Als Unterstufe des Mühlbachkraftwerkes 1 übernimmt die Druckrohrleitung des Mühlbachkraftwerkes 2 das Triebwasser aus dem Ausgleichsbecken am Auslauf des Mühlbachwerkes 1. Die Druckrohrleitung (Stahlbandrohre mit 7 mm Wandstärke) weist eine Länge von 1.900 m auf, wobei der Rohrdurchmesser im ersten Abschnitt auf 600 m Länge 1200 mm und im letzten Abschnitt auf 1.400 m Länge 1.300 mm beträgt. Die elektrische Schalt- und Steuerungsanlage wird von der Firma Troyer-Sterzing geliefert und installiert. Ein Mikroprozessor (SPS-Siemens-Simatic) steuert und überwacht das Kraftwerk. Zu Beginn des Jahres 1991 werden noch einzelne Restarbeiten am neuen Mühlbachkraftwerk 2 durchgeführt. Die Endabrechnung weist für den gesamten Bau des neuen Mühlbachwerkes 2 knapp 1,8 Milliarden Lire aus.

Im Mühlbachkraftwerk 2 wird schließlich noch im Jahr 1995 eine für die Versorgungssicherheit wichtige Ersatzstromanlage installiert. Ein leistungsfähiges Notstromaggregat auf Dieselmotorbasis kann im Notfall 560 KW Leistung bereitstellen, wodurch die Versorgungssicherheit für Prad noch einmal wesentlich verbessert wird. Auch ist es möglich, Lastspitzen, die in unserem Verteilernetz auftreten, bei Notwendigkeit abzudecken. Die Anlage wird stets in Bereitschaft gehalten, ist voll automatisiert und wird von einer SPS-Einheit im Mühlbachkraftwerk 1 bzw. von der Fernwirkanlage im Mühlbachkraftwerk 1 gemäß vorgegebener Betriebszustände in Betrieb genommen und gesteuert. Das Aggregat ist lärmgedämmt und erfüllt sämtliche Sicherheits- und Abgasnormen.

Um den Betrieb der Kraftwerke (Mühlbachkraftwerk 1, Mühlbachkraftwerk 2, Tschrinbachwerk (Oberstufe auf den Schweinböden und Unterstufe in der Schmelz) besser untereinander abstimmen sowie steuern, regeln und überwachen zu können, werden im Mühlbachkraftwerk 1 eine Fernwirkanlage (Prozessleitsystem) mit einem zentralen Rechner sowie eine Funkanlage für die Störungsmeldung und die innerbetriebliche Kommunikation des Personals installiert. Die Signale, die jeweils von der SPS-Einheit der einzelnen Kraftwerke der Fernwirkanlage geliefert werden, laufen über eine Datenleitung (größtenteils Lichtwellenleiter) im Mühlbachkraftwerk 1 in der Rechenzentrale zusammen, werden dort ausgewertet und je nach Bedarf zwecks Steuerung der einzelnen Kraftwerke wieder zu diesen zurückgesendet. Falls von den Kraftwerken Störungen gemeldet werden, so nimmt diese ebenfalls der zentrale