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Energie-Werk-Prad Genossenschaft
Willkommen im "Tschrinbachkraftwerk"

Sein erstes Wasserkraftwerk errichtet das Energie-Werk-Prad Genossenschaft. im Jahr 1925. Ein Baukomitee, dem 5 Männer aus Prad angehören, ergreift die mutige Initiative. Eine Pelton-Turbine der Firma J.M. Voith aus St. Pölten nutzt die Kraft des Wassers am Tschrinbach., welche mit einem Drehstromgenerator von 100 kVA, der vom Sachsenwerk aus Dresden geliefert wurde, in elektrische Energie umgewandelt wird. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 375.000 Lire. Das Wasserkraftwerk bleibt bis 1982 in Betrieb. Seit seiner Stilllegung wird der Maschinensatz mit einer in weißem Marmor ausgeführten Schalttafel auf dem Areal des Mühlbachkraftwerkes 1 als Beschauungsobjekt zur Demonstration der damaligen örtlichen Stromversorgung ausgestellt.

Im Jänner 1981 beschließt eine außerordentliche Vollversammlung mit großer Mehrheit, das alte Tschrinbachwerk außer Betrieb zu nehmen und mit einer neuen Anlage zu ersetzen. Anlässlich des Ausbaues werden auch neue Mitglieder in die Genossenschaft aufgenommen. 158 Prader Bürger schließen sich der Elektrizitätsgenossenschaft an, so dass ihr nunmehr 251 Mitglieder angehören. Im April 1982 wird mit dem Bau des neuen Tschrinbachwerkes begonnen und am 29. Oktober nimmt die erste Zentrale, welche in der Schmelz auf 1025 m ü. d. M. errichtet wird, bereits den Betrieb auf. Der erzeugte Strom wird in das genossenschaftseigene Stromverteilungsnetz von Prad eingespeist. Es wird aber ein Parallelbetrieb mit dem ENEL- Netz hergestellt, was damals für Kleinwasserkraftwerke eine völlige Neuigkeit darstellte. Mit dieser elektrotechnischen Einrichtung wurde es möglich, vor allem die im Sommer erzeugten Überschussströme in das Netz des ENEL einzuspeisen und umgekehrt im Winter mit dem ENEL- Netz den Fehlbedarf aus eigener Produktion auszugleichen.

In den ersten Monaten des Jahres 1983 wird in der zweiten Zentrale, welche auf den Schweinböden auf 1170 m ü. d. M. oberhalb von Prad errichtet worden ist, ein weiter Maschinesatz montiert, der Ende April die Stromproduktion aufnimmt. Die Wasserfassung und der Entsander des Tschrinbachwerkes befindet sich auf 1845 m ü. d. M. Die Anlage ist für eine maximale Wasserentnahme von 120 l/sec ausgelegt. Dass das Tschrinbachkraftwerk in zwei Stufen angelegt worden ist, hängt mit der gleichzeitigen Verwendung des Tschrinbaches auch für die Bewässerung der Tschrinwiesen zusammen. Während der Vegetationsperiode kann über die obere Stufe auf den Schweinböden das Wasser an die Beregnungsanlagen der Tschrinwiesen abgegeben werden. Im Winter steht die obere Stufe still und das Wasser des Tschrinbaches wird über das gesamte Gefälle von 820 m auf die Zentrale in der Schmelz geleitet. (Für weitere Informationen siehe auch technische Eckdaten)