Geschichte des EWP

1923 Engagierte Prader Bürger fassen den Entschluss ein eigenes Elektrizitätswerk zu bauen. Ein gegründetes Komitee bestehend aus Alois Karner, Alois Primisser, Johann Prugger, Anton Wallnöfer, Johann Wallnöfer und Alois Wunderer beschließen die Wasserkraft des örtlichen „Tschrinbaches“ für die Produktion von Strom zu nutzen. Es wird mit dem Bau des ersten örtlichen Kraftwerks begonnen.

1925 Das erste Kraftwerk in Prad am Tschrinbach nimmt seinen Betrieb auf. Die Kosten beliefen sich auf 375.000 Lire, das entsprach einem Wert von 300 Kühen.

1926 Die Elektrizitätsgenossenschaft Prad wird gegründet. 47 Prader Bürger erklären ihren Beitritt als Mitglied.

1927 Gustav Wallnöfer wird erster angestellter Maschinist und Buchhalter der Genossenschaft.

1943 Durch ein Dekret der faschistischen Regierung wird die örtliche Bank liquidiert. Privatpersonen decken mit ihren Einlagen bei der aufgelösten Bank die Schulden des E-Werks und retten damit die Genossenschaft.

1962 Die ersten Kleinindustriebetriebe werden vom E-Werk Prad mit Strom beliefert.

1970 80% des Strombedarfs in der Gemeinde müssen von Montecatini zugeliefert werden.

1975 Ein Brand zerstört den Generator am Tschrinbachwerk.

1976 Wegen der beschränkten Produktionskapazität wird eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung weiterer Gewässer zur Stromproduktion in Auftrag gegeben.

1981 Eine außerordentliche Vollversammlung beschließt mit großer Mehrheit den Neubau des Tschrinbachkraftwerks.

1982 Baubeginn am Kraftwerk „Tschrinbach“. Die Inbetriebnahme erfolgt am 29. Oktober nach nur 6 Monaten Bauzeit.

1983 Eine zweite Turbine wird auf den „Schweinböden“ oberhalb von Prad montiert und nimmt im selben Jahr die Produktion auf.

1984 Nach 8-jährieger Bauzeit ist die Mittelspannungsringleitung in der Gemeinde Prad, als grundlegende Infrastruktur, fertiggestellt.

1986 Mit dem Bau des Mühlbachkraftwerks 1 wird begonnen. Zwischen Baubeginn und Inbetriebnahme des Mühlbachkraftwerks 1 liegen knapp 8 Monate

1989 Zur Versorgung weiterer Industriebetriebe in der Produktionszone von Prad werden Verkabelungen vorgenommen und unterirdische Trafostationen errichtet.

1990 Das Mühlbachkraftwerk 2 wird realisiert. Nach 7 Monaten Bauzeit geht auch dieses Werk in Betrieb. Eine SPS-Steuerung wird installiert, welche eine optimale Überwachung aller Anlagen gewährleitstet.

1994 Ein ca. 400m² großes unterirdisches Depotlager wird am Mülbachkraftwerk 2 errichtet.

1995 An der bestehenden Beregnungsleitung, die von Stilfs nach Prad führt, wird eine weitere Turbine im Mühlbachkraftwerk 1 installiert. Die Inbetriebnahme erfolgt im darauf folgenden Jahr.

1997 Der Bau des Trafoibachkraftwerk in Gomagoi wird begonnen. Der Betrieb des Kraftwerks erfolgt zum Jahreswechsel. Das E-Werk Prad hat ein Miteigentum von 25% des Kraftwerks erworben. Die restlichen 75% sind Eigentum der E-Genossenschaft Stilfs.

1998 Als Zeichen der engen Zusammenarbeit zwischen den E-Werken Stilfs und Prad wird ein gemeinsamer Einspeise-Punkt in das ENEL-Netz errichtet.

1999 Die Bauarbeiten des ersten Blockheizkraftwerks im Dorf der Gemeinde Prad werden in Angriff genommen. Bereits im Herbst werden die ersten Abnehmer mit Fernwärme versorgt. Eine Vereinbarung mit der Biogasgenossenschaft Prad sichert der bäuerlichen Genossenschaft eine garantierte Abnahme von Biogas durch die E-Werk Prad Genossenschaft. Das abgenommene Biogas wir zur Produktion von Strom und Wärme genutzt.

2002 Wird mit dem Bau des Fernheizwerks 2 begonnen um die Versorgung der Öffentlichkeit mit Fernwärme zu gewährleisten.

2011 wird das bestehende Fernheizwerk 1 erweitert.

2012 Das EWP beginn die Arbeiten zum Aufbau des Glasfasernetzes für schnellen Internetzugang in der Gemeinde Prad.

2015 Baubeginn der primären Übergabekabine „Glurns“ sowie Verlegung der entsprechenden Mittelspannungsleitung zur Kabine.

2016 Im Januar erfolgt die Übernahme des SELNet-Netzes in der Fraktion Lichtenberg, Teilen der Industriezone Prad und der restlichen Höfe in Prad.